Bewegungen im orientalischen Tanz

 

 

                                         Die Grundstellung

 

 

Für das spätere Tanzen ist die Grundstellung auch Grundhaltung genannt sehr wichtig.

Beine sind hierbei hüftknochenbreit auseinander,

die Füße parallel und flach auf dem Boden.

Das Gewicht sollte gleichmäßig auf beide Füße verteilt sein.

Dabei sind die Knie locker und leicht gebeugt.

Die Hüftknochen sind senkrecht über den Knien, Oberkörper aufrichten und den

Nacken verlängern in dem Sie sich vorstellen der Scheitelpunkt zieht zur Decke.

Dabei sollte eine leichte Grundspannung in den Armen,

im Beckenbereich und im Po gehalten werden.

Wobei das Becken leicht aufgerichtet ist.

Die Schultern bleiben entspannt und sollen nicht hochgezogen werden.

Kreisen sie einfach mal die Schultern von vorne nach hinten.

Lassen Sie die Schultern hinten fallen und halten Sie sie in dieser Position.

Atmen Sie nun ein,

dadurch wird der Brustkorb etwas geweitet und aufgerichtet und halten Sie

diese Position auch beim ausatmen.

Bitte vermeiden Sie es den Blick nach unten auf den Boden zu richten.

Einmal zur Kontrolle der Beinstellung ist in Ordnung.

Aber dann den Blick nach vorne auf einen imaginären Zuschauer gerichtet lassen.

Schütteln Sie jetzt kräftig beide Hände und schauen sie sich Ihre

persönliche Hand und Fingerhaltung an. Die Handflächen zeigen hierbei nach

unten die Fingerspitzen sind gestreckt, Daumen sind unterhalb der Zeigefinger.

Die Finger sind zusammen und Ring und Mittelfinger dabei meist etwas tiefer,

die kleinen Finger entsprechend höher.

Bitte achten Sie darauf dass nicht nur der Mittelfinger nach unten zeigt

da dies unschöne Hände gibt

und zu dem zweideutig aufgefasst werden könnte.

Für die Arme gibt es verschiedene Positionen,

aber wir lassen sie zu Beginn seitlich ausgestreckt und halten sie kontrolliert mit einer

leichten Grundspannung auf Brusthöhe, die Schultern bleiben unten,

die Arme sind leicht gebeugt und die Ellenbogen zeigen nach hinten unten.

 

                                         1. Grundbewegung

 

 

Wir beginnen nun mit der 1. Grundbewegung dem seitlichen Hüftschieben

in der Frontalebene,

die den Raum in vorne und hinten teilt und senkrecht zum Boden verläuft.

Die Hüfte wird mit Gewichtsverlagerung abwechselnd parallel zum Boden

auf einer Ebene nach rechts und links außen geschoben.

Verlagern Sie das Gewicht beim Schieben auf die Seite

auf die die Hüfte geschoben wird.

 Bei der Gewichtsverlagerung rollen die flachen Füße leicht von

rechts nach links und umgekehrt ab,

wobei der Oberkörper möglichst ruhig bleiben sollte,

vermeiden sie ein schaukeln und lassen Sie die Knie passiv,

das Becken kippt hierbei weder seitlich nach oben  oder unten

noch nach vorne oder hinten sondern folgt strickt der Horizontalachse,

versuchen sie deshalb Grundspannung von Bauch, Gesäß und Beckenboden

zu halten um ein rauskippen der Hüfte aus der Achse zu vermeiden.

Wir können dies auf den gängigen vier Viertel - Rhythmus des Belledy

im wechselnden Tempo üben.

Nun wollen wir versuchen mit dem Hüftschieben zu gehen.

Behalten sie die Gewichtsverlagerung bei und achten

sie darauf die Hüfte parallel zum Boden zu schieben. 

 

 

                                   Arabischer Grundschritt

 

 

Wir beginnen mit dem rechten Fuß. Rechts vor, links am Platz,

rechts zurück, links am Platz. Wir treten mit dem flachen Fuß auf, der

Oberkörper bleibt aufrecht,

die Schultern nicht hochziehen und beide Arme seitlich auf Brusthöhe halten.

Achten Sie darauf dass Sie klare Schritte machen

und den Fuß nicht nur voranstellen.

Das heißt wenn der rechte Fuß mit Gewichtsverlagerung nach vorne geht,

hebt der entlastete linke Fuß sich kurz vom Boden ab.

Die Gewichtsverlagerung findet dabei immer in Schrittrichtung statt.

Versuchen Sie auch mit dem arabischen Grundschritt den Raum in beide

Richtungen kreisförmig abzulaufen weil jeder eine starke und  eine schwache

Seite hat und die schwache Seite sonst vernachlässigt wird.

Und nun bauen wir das seitliche Hüftschieben in den arabischen Grundschritt ein.

Wir beginnen mit rechts: Schritt vor- Gewicht rechts- rechte Hüfte schieben,

Gewicht auf links- linker Fuß am Platz und linke Hüfte schieben,

Schritt rechts zurück und Hüfte schieben,

linker Fuß am Platz und wieder Hüfte schieben und von vorne.

 Durch das Schieben mit Gewichtsverlagerung entsteht

eine fließende Wiegebewegung. 

 

                                                        

 

                                              2. Grundbewegung

 

 

       Becken schieben vor - rück in der Horizontal und Sagittalebene

       Grundstellung: die Füße sind parallel und hüftknochenbreit auseinander,

       das Becken ist aufgerichtet, der Rücken ist gerade, die Knie sind leicht gebeugt,

       die Schultern sind unten und der Oberkörper leicht aufgerichtet. Wie beim

       bereits erwähnten seitlichen Hüftschieben wird auch diese Bewegung

       gerade auf einer Ebene parallel zum Boden ausgeführt in dem das Becken

       nach vorne und zurück geschoben wird. Beim Beckenschieben hält man eine

       gewisse Grundspannung und verlagert das Gewicht leicht im Wechsel vom

       Ballen in Richtung Ferse und umgekehrt wobei die Füße am Boden bleiben sollen.

       Beim nach vorne schieben des Beckens sind die Knie etwas stärker gebeugt,

      die Gesäßmuskulatur ist angespannt und die Bauchmuskeln locker,

      das Gewicht verlagert sich leicht von der Ferse in Richtung Ballen,

      vorne angekommen spannen wir die Bauchmuskulatur an, ziehen

     den Bauch etwas ein und schieben das Becken parallel zum Boden zurück,

     gleichzeitig verlagert sich das Gewicht auch leicht wieder nach hinten,

     die angespannten Bauchmuskeln verhindern hierbei dass wir ins Hohlkreuz gehen.

     Die Gewichtsverlagerung erfolgt immer in die Richtung der Beckenverschiebung,

     wobei die Füße am Boden bleiben und so ein schaukeln vermeiden.

      Verbindet man die Äußeren Punkte des Beckenschiebens vor-rück mit denen des

      seitlichen Hüftschiebens ergibt sich eine neue Figur des orientalischen Tanzes:

      der sogenannte kleine Hüftkreis:

 

                                                      Kleiner Hüftkreis

 

 

      Hüfte vorne- Hüfte rechts- Hüfte hinten- Hüfte links.

      Versuchen sie nun die Punkte zu verbinden und eine fliesende Kreisbewegung

      daraus zu machen. Das Gewicht verlagert sich beim Kreisen leicht mit in die

      Richtung in die die Hüfte geschoben wird. Gesäß und Bauchmuskeln bleiben

      konstant angespannt und verhindern wieder das wegkippen auf eine andere Ebene.

      Der Kreis wird auf einer Ebene parallel zum Boden ausgeführt und die Knie bleiben

      konstant gebeugt, arbeiten nicht aktiv mit, sondern bleiben passiv. Achten Sie

     darauf das der Rücken gerade bleibt, die Bewegung klein genug gehalten wird

     um noch den Oberkörper isolieren zu können, vermeiden Sie beim kreisen

     nach hinten ins Hohlkreuz zu gehen. 

 

                                        3. Grundbewegung 

 

     Hüfttwist in der Horizontalebene

     Beim Hüfttwist dreht sich die Hüfte auf einer Ebene parallel zum Boden

     abwechselnd um die Vertikalachse vor und zurück. In dem Moment wo

     wir die rechte Hüfte nach vorne drehen geht die linke Hüfte

     automatisch zurück und umgekehrt. Das Gewicht wird nicht verlagert

     sondern ist die ganze Zeit über in der Mitte und bleibt gleichmäßig auf

     beide Füße verteilt. Achten Sie darauf das die Schultern bei dieser

     vor-rück-Pendelbewegung möglichst ruhig und isoliert bleiben

     und nicht parallel zur Hüftbewegung mitdrehen. Um die Bewegung

     zu verdeutlichen können Sie die Übung auch kniend am Boden ausführen,

    dadurch bleiben die Knie passiv und ein wippen wird ebenfalls vermieden.

    Steigern wir die Geschwindigkeit dieser Bewegung nochmals,

    bis sie in eine extrem schnelle und kleine Bewegung übergeht

    so haben wir dann den 1. Shimmy.  Und nun versuchen wir mit

    dem Hüfttwist zu gehen: Gehen mit Hüfttwist

    Nehmen Sie dazu das Gewicht von der Ferse weg, gehen Sie

    leicht auf dem Ballen und drehen Sie beim Gehen den Fuß mit

    um die Bewegung auszugleichen, achten sie darauf klare

    Schritte zu machen sonst gleitet man leicht in die ähnliche

    Bewegung des Hüftschwungs ab.

 

 

                                      Hüftacht (Twist und Hüftschieben)

 

 

                         Wir kommen nun zu der häufig verwendeten Bewegung der Hüftacht,

                         die es in verschiedenen Ausführungen gibt. Wenn wir jetzt den Hüfttwist

                         mit dem seitlichen Hüftschieben verbinden entsteht die sogenannte liegende

                         Hüftacht von vorne nach hinten in der Horizontalebene. Nehmen Sie wieder die

                         Grundhaltung ein und stellen Sie sich eine Acht am Boden vor. Liegend wie das

                         Zeichen der Unendlichkeit in der Sie sich hüftbreit hineinstellen und mit der Hüfte

                         die Kontur der Acht nachfahren. Ganz wichtig ist der Startpunkt. Wir beginnen

                         immer mit dem schrägstellen der Hüfte den Twist, wir beginnen also mit einen

                         halben  großen Twist so dass die rechte Hüfte schräg nach vorne zeigt und

                        schieben die Hüfte nun parallel zum Boden. nach vorne außen rechts, machen

                        wir einen zweiten halben Twist bis die linke Hüfte nach vorne zeigt. Das war jetzt

                        schon die erste Hälfte der Acht auf der rechten Seite, nun schieben wir die linke

                        Hüfte nach links vorne außen, twisten wieder und beginnen von vorne. Die            

                        Twistbewegungen sollten sauber ausgeführt werden da man sonst leicht in einen
 
                        Kreis abrutschen kann und dabei die Bewegung vermischt. Wenn man die                                                           

                        Einzelbewegungen sauber ausführen kann, versuchen Sie nun die Eckpunkte

                        fließend zu verbinden. Bei der Acht findet jeweils eine leichte Gewichtsverlagerung

                       auf die Seite statt auf der die Hüfte gerade dreht. Der Oberkörper sollte doch

                       möglichst ruhig gehalten werden und nicht mitgehen. Wenn die Hüfte hinten ist

                       Lendenwirbel strecken und nicht ins Hohlkreuz gehen. Die Acht nur auf einer

                       Ebene parallel zum Boden ausführen, kein kippen zulassen und die Fersen am

                       Boden lassen. Der Vollständigkeit halber möchte ich an dieser Stelle erwähnen

                       dass es diese Bewegung natürlich auch umgekehrt gibt (liegende Hüftacht von

                       hinten nach vorne) nämlich als liegende Horizontale Acht von hinten nach vorne.

                       Die bereits gelernte Acht von vorne nach hinten ist einfacher zu lernen weil dieser     

                       Bewegungsablauf auch im natürlichen Gehen vorkommt. Bei der Acht von hinten

                       nach vorne muss gegengleich gearbeitet werden wobei die Rückenmuskulatur

                       wesentlich stärker beansprucht wird.

 

                        

                                                                                       

                                                             4.Grundbewegung

                   

                          Unsere 4. Grundbewegung ist die Hüftwippe die eine seitliche Auf und Ab- Bewegung

                          in der Frontalebene ist. Ausgangspunkt wieder unsere Grundstellung. Das Becken ist

                          aufgerichtet und der Rücken gerade, Füße parallel und hüftknochenbreit auseinander, 

                         Knie locker und leicht gebeugt. Das Gewicht gleichmäßig auf beide Füße verteilen und

                         eine leichte Grundstellung halten. Die Hüfte wippt jetzt rechts und links am Zentrum 

                         zwischen Nabel und Schambein auf und ab. wir ziehen die rechte Hüfte hoch.
 
                         Dadurch wird das rechte Bein leicht gestreckt und die linke Hüfte geht zeitgleich
 
                         nach unten. wobei das Knie etwas stärker gebeugt wird und umgekehrt.
 
                         Auch diese Bewegung soll isoliert ausgeführt werden. Der Oberkörper bleibt ruhig und
 
                         die Fersen am Boden. Durch die abwechselnde aktive  Muskelbewegung wird die Hüfte 
 
                         im Wechsel nach oben und unten geschoben so dass diese Wipp- Bewegung entsteht.
 
                         Wichtig ist das die Bewegung sauber um eine Achse als reine Auf und Ab- Bewegung
 
                         ausgeführt wird und die Hüfte dabei nicht nach vorne und hinten wegkippt.
 
                         Der Shimmy fällt vielen am Anfang etwas schwer da wir durch einseitige Tätigkeiten oft
 
                        verspannt sind. Das wichtigste beim Shimmy ist  den Po komplett entspannt und
 
                         locker zu lassen. Was am Anfang sehr ungewohnt ist. Meistens verkrampfen wir uns
 
                         nach einigen Minuten, vergessen das Atmen und es geht gar nichts mehr. wenn dieser
 
                         Punkt erreicht ist können sie durch ein gezieltes kräftiges ausatmen das Becken wieder
 
                         lockern. Oder schütteln Sie alles aus. Atmen Sie tief durch und fangen Sie einfach neu von
 
                         vorne an und steigern Sie die Geschwindigkeit wieder bis die Auf und Ab-Bewegung immer
 
                         kleiner und Schneller wird und in den Shimmy übergeht. Um die Bewegung isoliert zu lernen
 
                         können Sie sie auch zuerst am Boden ausführen. Wenn wir die rechte Hüfte hochziehen
 
                        wird die rechte Rumpfmuskulatur verkürzt und die linke Hüfte geht dabei nach unten und
 
                        umgekehrt. Diese Übung verdeutlicht das der Shimmy nicht allein durch schnelles beugen
 
                        und strecken der Knie zu Stande kommt sondern hauptsächlich durch die aktive Arbeit 
 
                        der seitlichen Rumpfmuskulatur entsteht.
 
 
 
                                                                                                     
                                                          5. Grundbewegung
 
 
                
                         Unsere 5. Grundbewegung ist das Beckenkippen. Beckenkippen vor / rück in der 
                         
                        Sagittalebene. Kontrollieren Sie noch einmal  Ihre Grundstellung und verteilen Sie
                       
                        das Gewicht gleichmäßig auf beide Füße. Als bildliche Gedankenbrücke dieser
                       
                        Bewegung kann man sich einen vollen Wassereimer vorstellen der in die eine Richtung
 
                        ausgelehrt wird und auf der anderen Seite wieder Wasser schöpft. Es bewegt sich
 
                        ausschließlich das Becken. Der Oberkörper bleibt dabei ruhig und isoliert. Achten Sie
 
                        darauf das die isolierten Körperteile wie Oberkörper und Schultern locker bleiben und
 
                        nicht verkrampfen. Po, Bauch und Beckenbodenmuskulatur anspannen das Becken
 
                        nach vorne und oben kippen dabei den unteren Rücken fließend gerade machen,
 
                        ruckartige Bewegungen nach vorne vermeiden da es sonst zu Rückenproblemen
 
                        kommen kann, Spannung los lassen, einatmen, Muskulatur entspannen, Bauchmuskeln
 
                        herausdrücken und dabei nach hinten kippen. Hinten angekommen die Muskulatur
 
                        wieder anspannen, dabei ausatmen und das Becken wieder nach vorne bringen.
 
                       Natürlich kann auch diese Bewegung bis zum Shimmy gesteigert werden. Sollte dann
 
                       jedoch nicht frontal sondern zumindest leicht seitlich zum Publikum ausgeführt werden
 
                       weil sie schnell zweideutig aufgefasst werden kann. Verbindet man jetzt wieder die
 
                       äußeren Punkte der Hüftwippe und des Beckenkippens vor/rück ergibt sich eine neue
 
                       Figur des orientalischen Tanzes. Der so genannte kleine gekippte Beckenkreis der auch
 
                       aus dem Afro und Hulatanz bekannt ist. Ausgangsstellung ist unsere Grundhaltung wie
 
                       gehabt aber die Knie sind bei dieser Bewegung etwas stärker gebeugt, das Gewicht bleibt
 
                        in der Mitte und ist gleichmäßig auf beide Füße verteilt. Halten Sie dabei wieder eine
 
                        leichte Grundspannung der Arm, Becken und Gesäßmuskulatur.
 
                        (kleiner gekippter Beckenkreis)
 
                                    Wir kippen das Becken nach vorne, rechts,  hinten und links. Diese Auf und
 
                         Ab- Bewegung
 
                        der Hüftwippe in Verbindung mit der Kippbewegung des Beckens ergibt den
 
                        beschriebenen Kreis und daran denken, die Kippbewegung nach vorne mit Hilfe der
 
                        Kontraktionen von Bauch und Gesäßmuskulatur ausführen und die seitliche Bewegung
 
                        der Beckenkippe durch das aktive anspannen der seitlichen Rumpfmuskulatur.
 
                       Dieser kleine gekippte Beckenkreis wird im Gegensatz zu den bereits gelernten kleinen  
 
                       Hüftkreis auf verschiedenen Ebenen ausgeführt. Führen sie die einzelnen Bewegungen
 
                       bewusst eckig und punktuell aus bis sie sauber ausgeführt werden können. Versuchen Sie
 
                       anschließend diese Bewegungen zusammen hängend auszuführen bis sie eins wird
 
                       und fließt. Immer darauf achten das man bei der Rückenbewegung nicht ins Hohlkreuz
 
                       geht, sondern den unteren Rücken gerade lässt. Jeder hat eine starke und eine
 
                       schwächere Seite, sozusagen eine Schoko und Keksseite, was Ihnen wahrscheinlich  bei
 
                       dieser Übung extrem auffallen wird, daher ist es sinnvoll die schwächere Seite häufiger
 
                       zu üben und die Muskulatur dadurch entsprechend zu stärken.
 
 
 
 
                                              Seitliches Brustkorbschieben in der Frontalebene
 
 
 
 
                        Den ersten Versuch unternehmen wir im Sitzen damit die Hüfte fixiert ist.
                       
                        Setzen Sie sich auf einen Stuhl oder auf den Boden und schieben Sie den Brustkorb
 
                        auf einer Ebene parallel zum Boden nach rechts, dann zurück in die Ausgangsposition
 
                        und nach links. wir kippen dabei weder nach oben oder unten sondern folgen strickt
 
                        der Horizontalachse. Variieren Sie ruhig das das Tempo ein wenig beim üben.
             
                        Die isolierten Brustkorbbewegungen sind etwas schwieriger als die bereits erlernten
 
                        Hüftbewegungen weil die hierbei benutzte Muskulatur im Alltag meist vernachlässigt wird.
 
                       sie werden nach einen regelmäßigen Training merken das Ihre Brustmuskulatur langsam
 
                       wieder weich und flexibel wird. Das gleiche versuchen wir nun im Stehen, nehmen Sie
 
                       zuerst die Grundhaltung ein, welche die Basis für das spätere Tanzen ist. Beine sind
 
                       hier bei hüftknochenbreit auseinander, die Füße parallel und flach auf dem Boden. Das
 
                       Gewicht sollte gleichmäßig auf beide Füße verteilt sein, die Knie bleiben locker und
 
                       leicht gebeugt. Schulter, Hüfte und Knöchel bilden eine senkrechte Linie, nur die Knie
 
                       schauen etwas vor. Oberkörper aufrichten und den Nacken verlängern in dem Sie sich
 
                       vorstellen der Scheitelpunkt zieht zur Decke. Dabei sollte eine leichte Grundspannung
 
                       in den Armen, im Beckenbereich und im Po gehalten werden. Das Becken ist leicht
 
                       aufgerichtet, der Unterrücken ist hierbei gerade.  Die Schultern bleiben entspannt
 
                       und sollten nicht hochgezogen werden. Kreisen Sie einmal die Schultern von vorne
 
                       nach hinten und lassen Sie sie hinten fallen, legen Sie die Hände an die Hüfte und
 
                       fixieren Sie die Schultern damit sie nicht kippen, spannen Sie die seitliche
 
                       Brustmuskulatur an und schieben Sie den Brustkorb dabei in die entgegengesetzte
 
                        Richtung. Das heißt konkret wenn die rechte seitliche Brustmuskulatur angespannt ist
 
                        schieben wir den Brustkorb nach links. Spannen wir die linke seitliche Brustmuskulatur
 
                        an schieben wir den Brustkorb damit nach rechts. Schieben Sie den Brustkorb zwischen
 
                       den Armen abwechselnd nach rechts und nach links. Falls die Schultern sich immer noch
 
                       mitbewegen wollen können Sie die Fingerspitzen auch auf die Schultern legen um die
 
                       Bewegung zu kontrollieren und das Schieben isoliert auszuführen. Schieben Sie
 
                       gleichmäßig weiter lassen Sie dabei die Schultern unten und das Becken isoliert,
               
                       es bewegt sich ausschließlich der Brustkorb.
 
 
 
 
                                      Vor und zurückschieben des Brustkorbs in der Sagittalebene
 
 
 
 
              
                            Wie bereits mit der Hüfte gelernt können wir natürlich auch den Brustkorb in
                 
                            der Horizontal und Sagittalebene vor und zurück schieben. Versuchen sie den Brustkorb
 
                            auf einer  Ebene parallel zum Boden nach vorne, zurück in die Ausgangsposition und
 
                           dann nach hinten zu schieben. Die Rückenbewegung ist auch deutlich kleiner als
 
                          die Bewegung nach vorne. Es ist generell eine kleine Bewegung deren Impuls nicht durch
 
                          die Bauchmuskulatur sondern durch die aktiven Brustmuskeln kommen soll.
 
                          Diese vor/rück- Bewegung ist deutlich schwieriger als das Schieben seitlich weil die  
 
                          Brustmuskulatur hier wesentlich stärker beansprucht wird. Achten Sie beim zurück-
 
                          schieben immer darauf das ihre Haltung aufrecht bleibt und der Oberkörper nicht
             
                          zusammenklappt. Ganz wichtig ist hierbei auch das Sie Auf und Ab- Bewegungen
           
                          vermeiden, die Schultern ruhig halten und beim Schieben ausschließlich der
 
                          Horizontalachse folgen.
 
 
 
                                                                        Brustkorbkreis liegend
 
 
 
 
                          Wir nehmen die Hände an unsere Hüfte und verbinden nun das seitliche
 
                          Brustkorbschieben mit dem Schieben vor/rück und schieben den Brustkorb nach vorne,
 
                          nach rechts, nach hinten, nach links und wieder nach vorne. Wenn die Grundbewegung
 
                          stimmt versuchen wir diese in einer fliesenden Kreisbewegung zu verbinden. Vor, Kreis
 
                          seit, Kreis hinten, Kreis links, Kreis vor und wieder von vorne. Und nun das gleiche zur
 
                          anderen Seite. Vor, nach links, nach hinten , nach rechts. Und anschließend verbinden
 
                         wir wieder die Ausgangspunkte zu einer weichen fließenden Kreisbewegung.
 
                         Diese Bewegung verläuft ausschließlich parallel zum Boden ohne heben und senken.
 
                         Wenn sie die Bewegung fließend beherrschen können Sie auch nur halbe Kreise vorne
 
                         oder hinten machen und diese wiederum nach Lust und Laune mit ganzen Kreisen
           
                         kombinieren.
 
                 

                                                   Brustkorb heben und senken

 
 
 
                  
 
                    
                         Was zur Seite geht, geht auch von oben nach unten. und wir kommen zum Brustkorb
 
                         heben und senken und Drop und Lift. Wir beginnen diese Übung zu Anfang mit Hilfe
 
                        der sogenannten Atemhilfsmuskulatur weil sie für Anfänger so leichter zu erlernen ist.
 
                        Natürlich kann das Brustkorb heben und senken auch ohne zu Hilfenahme des Atems
 
                       ausgeführt werden in dem wir ruhig und gleichmäßig atmen und die Bewegung
 
                       unabhängig davon ausführen. Holen Sie nun tief Luft dabei spannt sich die
 
                       Zwischenrippenmuskulatur an. Der Innenraum des Brustkorbs wird stark erweitert
 
                       und dadurch hebt er sich automatisch. Durch den entstehenden Unterdruck wird die
 
                       Luft hierbei in die Lunge gezogen. Wenn wir wieder ausatmen erschlafft die
 
                      Zwischenrippenmuskulatur, der Brustkorbinnenraum verkleinert sich und der Brustkorb
 
                      sinkt wieder nach unten. Der dabei entstehende Überdruck der Lunge presst die Luft
             
                      wieder nach außen. Achten Sie beim Brustkorbsenken darauf das Sie ihn nicht tiefer als
 
                      den Ausgangspunkt senken sonst machen Sie unwillkürlich einen Rundrücken. Die Haltung
           
                      bleibt während der ganzen Übung aufrecht. Üben Sie diese Bewegung bis Sie sie unabhängig
 

                      vom Atem ausführen können. Wenn Sie dies erreicht haben können Sie mit dem Heben und 

                      Senken schöne Akzente herausarbeiten. Nämlich den Brustdrop und den Brustlift. Tu-Drop

                      kommt aus dem amerikanischen und heißt übersetzt fallen lassen und beschreibt diese

                      Bewegung am besten, so dass dieser Begriff auch in unser Vokabular übernommen wurde.

                      Brustdrop: beim Brustdrop heben sie wieder den Brustkorb und lassen ihn dann oben

                      angekommen schwungvoll fallen. Die Betonung des Drops liegt auf der Abwärtsbewegung des 

                      Drops beziehungsweise dem fallen lassen. Jedoch wie bereits schon erwähnt nicht tiefer gehen

                     als bis zum Ausgangspunkt. Versuchen sie auch den Brustkorb doppelt zu droppen und zweimal                            

                     direkt nach einander auszuführen. Als Pordo zum Drop gibt es die Gegenbewegung (Brustkorblift)

                     des Lifts die eine Hebebewegung ist. Der Akzent des Lifts ist die Aufwärtsbewegung.

                     Heben Sie den Brustkorb an-akzent nach oben-senken-wieder heben-senken. versuchen Sie

                     auch den Brustlift zweimal direkt nacheinander auszuführen. Aus der Kombination des

                     Brustkorbschiebens vor/rück und dem Heben und Senken des Brustkorbes ergibt sich wiederum

                     eine neue Bewegung.

                     Der sogenannte stehende Brustkorbkreis der aber eigentlich eine  Wellenbewegung ist. 

 

             

                                                     Stehender Brustkorbkreis (Wellenbewegung)

               

 

        

                     Aus der Kombination des Brustkorbschiebens vor/rück und dem Heben und Senken

                     des Brustkorbes ergibt sich wiederum eine neue Bewegung. Der sogenannte stehende

                      Brustkorbkreis der aber eigentlich eine Wellenbewegung ist.  Diese Bewegung wird

                       allerdings selten alleine ausgeführt sondern ist eine Vorübung zum sogenannten Kamel

                     oder Beckenwelle. 

                 

 

                                                                              Brustshimmy

                

 

                              (Allerdings ist diese Bewegung umstritten ob es sie überhaupt gibt!)

                                       Als letzte Oberkörperbewegung lernen wir nun noch als Pordo zum Hüfttwist den

                                       sogenannten Brustshimmy. Fangen Sie diese Bewegung langsam an in dem sie den

                                       Brustkorb auf einer Ebene parallel zum Boden abwechselnd vor und zurück um

                                       die Vertikalachse drehen in dem die rechte Seite nach vorne dreht geht die linke

                                       Seite automatisch zurück.

                               Zum stabilisieren können Sie dabei die Hände an die Hüfte nehmen.

                              Strecken sie nun wieder die Arme auf Brusthöhe aus und führen sie diese

                                      Bewegung noch schneller und kleiner aus 

                              bis sie in ein  kleines schnelles schütteln übergeht.

                             Achten Sie insbesondere darauf das beim Shimmy die Hände ruhig am Platz

                                     gehalten werden, die Arme die Bewegung ausgleichen und nicht mit drehen

                            und die Hüfte isoliert bleibt.

                            Den meisten wird es schwer fallen so ungeniert mit dem  Busen  zu wackeln.

                            Aber legen Sie dieses Tabu ab und lassen Sie locker.

                            Diese Bewegung sollte jedoch generell möglichst klein sein

                            und nicht mit vorgebeugten Oberkörper ausgeführt werden, 

                                    da sie sonst leicht ins Ordinäre abtriften kann. Sie können auch

                                    bereits erlernte Bewegungen in den Shimmy einbauen zum Beisp.

                            das seitliche  Hüftschieben

                                    oder aber den Shimmy mit einem Brustkorbkreis verbinden.

 

                                                                                                     

 

                                                                             Der Schultershimmy

 

 

                        Eine leicht zu verwechselnde Bewegung ist der Schultershimmy. Während beim

 

                        Brustshimmy der Oberkörper aktiv arbeitet kommt beim Schultershimmy die Bewegung

 

                        wie der Name schon sagt aus der aktiven Schulterarbeit. Die Arme sind wieder seitlich

 

                        die rechte und linke Schulter gehen im Wechsel vor und zurück. Lassen Sie die Bewegung

 

                         immer schneller und kleiner werden bis sie nur noch ein kleines Schütteln ist wobei

 

                         der Busen wieder in eine automatische Resonanzbwegung übergeht. Der Brustkorb bleibt

 

                          dabei nahezu passiv. Die Bewegung kommt allein aus der aktiven Schulterarbeit.

 

 

 

                                                     Armbewegungen

 

                            1.Grundposition

 

                           Um den bislang erlernten Bewegungen einen schönen Rahmen zu geben

                           zeigen wir jetzt eine Auswahl an Armbewegungen die zu fast allen Bewegungen

                           kombiniert werden können. Diese vier Grundpositionen der Arme sind teilweise

                           an die des klassischen Balletts angelehnt. Alle anderen Haltungen sind Varianten

                           dieser Ausgangspositionen . wir beginnen mit der ersten Grundposition.

                           rollen sie die Arme komplett ein

                           bis der Handrücken nach innen zum Oberschenkel zeigt.

                           die Schultern beim einrollen hinten lassen,

                           die Arme hierbei leicht beugen und nicht  durchstrecken.

                           Drehen sie nun die Hände zurück bis die Handflächen wieder außen sind.

                           Die Hand senkrecht nach unten zeigt

                           und das Handgelenk dadurch leicht abgeknickt ist.

                           Dies ist auch der Unterschied zur klassischen Balletthand bei der Hand,

                           Handgelenk und Arm in der vorbereitenden Position

                           rund vor dem Körper bleiben.

 

                       3.Grundposition

 

                          Führen Sie nun die Arme unverändert nach oben

                          und Sie befinden sich in der 3. Grundposition.

                          Dabei bleiben die Schultern tief

                          und der Oberkörper wird leicht nach oben gezogen,

                          klappen Sie nun die Arme auf

                          bis die Hände unter der Schulterlinie ca. auf Herzhöhe sind

                          wobei die Handflächen im Tanz häufiger nach unten zeigen.

 

 

                          2. Grundposition

 

                         Die Hände führen hierbei die Linie des Armes fort.

                         Dies ist die 2. Grundposition der Arme.

                         Stellen sie nun die Handflächen senkrecht auf

                         und führen Sie die Arme nach vorne wobei der

                         Ellenbogen immer vom Körper entfernt und nicht  angelegt ist.

                         Dies ist unsere 4. Grundposition die das Pordo

                         zur 1. Grundposition im Ballett ist wobei

                         hier die Arme rund unterhalb der Brust sind.

                         Kombiniert man nun verschiedene Grundpositionen

                         auf unterschiedlichen Ebenen

                         ergeben sich wiederum neue auch im orientalischen Tanz

                         weitverbreitete Armpositionen.

                         Der untere Arm ist dabei immer bei der aktiven Hüfte.

                         1. und 3. Grundposition auf beiden Seiten kombinieren.

                         Oder die 2. und 3. Grundposition

                         Oder die 1. und 2. Grundposition.

                         Typisch orientalische Armfiguren :

                         dabei ist meist ein Arm oben in Kopfhöhe angewinkelt

                         und die Hand wird an eine beliebige Stelle des Kopfes gelegt,

                         das kann das Genick sein, die Stirn, die Schläfe oder der Hinterkopf.

 

 

                                                                                                                                                            

 

 

                               Kopf- Seit-Arme

 

                                Als erstes verbinden wir diese Kopfseitarme mit dem Hüftschieben.

                                Dabei ist ein Arm immer angewinkelt.

                                Der Daumen ist unter dem Zeigefinger und die Hand ist dicht am Kopf

                                an einer der genannten Stellen die für Sie am besten passt.

                                Der andere Arm ist seitlich ausgestreckt und zeigt jeweils

                                in die Richtung der aktiven Hüfte.

                                Die Arme bleiben dabei konstant auf der gleichen Höhe und

                                schieben nur entsprechend in die Richtung

                                auf der die Hüfte gerade aktiv arbeitet.

                                Wir können diese Arme mit dem Chassee 

                                oder auch dem Nachstellschritt verbinden.

                                Die Kopfhand bleibt wie gehabt aber der andere Arm

                                ist vor dem Körper ausgestreckt und

                                schiebt entsprechend der Laufrichtung.

                               Jetzt rahmen wir mit dem unteren Arm die aktive Hüfte.

                               Sie können aber auch beide Arme anwinkeln und die Hände

                                in den Nacken oder an den Hinterkopf legen

                                was zum Beispiel beim Shimmy mit Hüftschieben

                                eine häufig verwendete Armhaltung ist.

 

 

                                 Rahmende Arme

 

                                Wir heben langsam beide Arme, Schultern bleiben dabei unten.

                                Beim Heben der Arme führen immer der Ellenbogen und das Handgelenk,

                                die Fingerspitzen zeigen dabei nach unten.

                                Wichtig ist das Sie die Hand erst dann aufrichten

                                wenn der ganze Arm und das Handgelenk oben sind

                                und die Arme langsam wieder runterführen,

                                die Fingerspitzen zeigen dabei nach oben wobei Ellenbogen

                                und Handgelenk wieder die Führungspunkte sind.

                                Stellen Sie sich beim hoch und runterführen vor

                                Ihr Unterarm sei ein Pinselstiel

                                Die Finger die Borsten und sie würden

                                senkrechte Striche an die Wand malen.

                                Diese Auf und Ab Bewegung der Arme

                                gibt es in verschiedenen Varianten.

                                Sie können sie in einer kreisförmigen Bewegung ausführen

                                wobei sich die Arme vor dem Körper kreuzen.

                                Oder Sie führen die Arme nur bis Brusthöhe hoch

                                drehen dort die Handinnenflächen

                                nach oben und führen beide Arme über den Kopf

                                bis die Handgelenke zueinander zeigen.

                                Dann führen Sie die Arme in dieser Haltung

                                wieder bis auf Brusthöhe nach unten,

                               drehen dort die Handflächen wieder zum Boden

                               und senken dann die Arme.

                               Eine weitere Variante ist die

                               klassische oder ägyptische Armhaltung

                               die eine Verbindung aus der  1. und 3. Grundposition ist.

                               Dabei strecken wir einen Arm nach oben

                               die Handfläche zeigt nach innen

                               und die Fingerspitzen zur Decke.

                               Der tiefere Arm rahmt seitlich die aktive Hüfte.

                               Auch beim rahmenden Arm zeigt die Handfläche

                               zum Körper und die Fingerspitzen zum Boden.

                               Diese Armbewegung können wir mit dem Hüftschieben verbinden.

                               Durch das Rahmen der aktiven Hüfte wird automatisch

                               auch die Aufmerksamkeit des Zuschauers

                               Auf die Hüftbewegung gelenkt.

                               Auch sie selbst können die Aufmerksamkeit zusätzlich

                               durch Ihren eigenen gezielt gerichteten Blick lenken.

                               Als nächstes lernen wir die

 

                               Begrüßungsarme

 

                               Dazu heben sie beide Arme auf Brusthöhe die Hände zum Herzen,

                               drehen sie nun die Handflächen nach oben und führen Sie die Hände

                               in einer gebenden Geste nach vorne und öffnen Sie sie

                               dabei in einer weiten Kreisbewegung.

                               Anschließend führen sie die Arme zur Ausgangsposition am Herzen zurück

                               und beginnen von vorne.

                               Wir verbinden die Armbewegung mit dem arabischen Grundschritt

                               Im Kreis und beginnen mit rechts. Und nun das ganze zur anderen Seite.

                               Wir beginnen mit links.

                               Die letzte aber auch schwierigste

                               dafür aber sehr ausdrucksstarke Armbewegung sind die

 

                               Schlangenarme

 

                               Setzen sie einen Fuß vorne auf und heben sie die Arme auf Schulterhöhe.

                               Wir führen nun die rahmenden Arme kleiner aus

                               und zwar nur symmetrisch um die Schulterachse.

                               Lassen sie beide Arme vom Ellenbogen

                               hochziehen und auch runterführen.

                               Die eigentlichen Schlangenarme sind  

                               eine wellenförmige wechselseitige

                               Auf und Ab Bewegung der Arme.

                               Stellen sie sich die Schultern als Achse vor

                               um die sich  die Arme symmetrisch auf beiden Seiten

                               gleich hoch bzw. tief bewegen.

                               Ganz wichtig ist dabei dass die Schultern

                               während der Bewegung unten bleiben,

                               der Impuls aus dem Ellenbogen kommt und sich dann erst

                               auf das Handgelenk ausbreitet.

                               Beim Heben des Armes führt immer der Ellenbogen.

                               Die Fingerspitzen zeigen dabei nach unten.

                               Die Hand erst dann aufrichten wenn der ganze Arm

                               und das Handgelenk auf dem Weg nach unten ist.

                               Während der eine Arm hochgeht, 

                               geht der andere  zeitgleich runter.

                               Wobei der Ellenbogen auch wieder der Führungspunkt ist

                               und die Schulter beim runter gehen leicht mit zurückgeht.

                               Eine schöne und etwas einfachere Variante

                               zu den seitlich ausgeführten

                               Schlangenarmen sind die Schlangenarme nach vorne.

                               Auch Nixenarme genannt.

                               Nehmen Sie dazu einfach die Arme vor dem Körper

                               und führen sie die Arme in dieser gelernten Form

                               abwechselnd hoch und runter

                               und variieren sie dabei je nach Rhythmus die Geschwindigkeit.

                               Die Koordination ist Anfangs etwas schwer,

                               da es sich um eine condere  Bewegung handelt.

                               Aber nach einiger Zeit wird es Ihnen gelingen die Bewegung weich,

                               fließend und anmutig auszuführen.

 

 

                               Armpositionen

 

                               Erst die Arme geben den Figuren einen tänzerischen Gesamtausdruck.

                               Sie rahmen unsere Figuren und Schritte im orientalischen Tanz.

                               Es ist wichtig, bei jeder Figur von Anfang an

                               eine entsprechende Armhaltung mit einzustudieren.

                               Die Arme dürfen bei den Schrittkombinationen

                               den tänzerischen Fluss nicht stören.

 

                               Armposition 1

 

                               Die Hände befinden sich locker neben der Hüfte.

                               Die Handflächen zeigen nach innen.

                               Die Finger sind gerade, aber weich.

                               Mittel und Ringfinger sind zusammen.

                               Ziehen Sie nun die Ellenbogen etwas nach außen

                               und nehmen Sie die Schultern leicht zurück.

                               Der Oberkörper bleibt dabei ganz entspannt.

 

                               Armposition 2

 

                               Führen Sie die arme seitlich hoch

                               bis etwa Schulterhöhe, und lassen Sie die Ellenbogen

                               dabei weich und etwas gebeugt.

                               Ziehen sie die Schultern leicht zurück,

                               lassen Sie aber locker.

                               Die Handflächen zeigen nach unten.

                               Achten sie darauf dass die die Hände nicht nach unten hängen,

                               sondern die Armlinie fortführen.

 

                               Armposition 3

 

                              Führen sie die Handflächen über dem Kopf zusammen,

                              nehmen Sie die Schultern wieder leicht zurück.

                              Die Fingerspitzen zeigen nach oben.

                              Die Oberarme befinden sich neben den Ohren,

                              eher noch etwas weiter hinten.

                              Die Schultern nicht anheben sondern sinken lassen

                              und dabei nicht das Kinn vorschieben.

 

                              Armposition 4

 

                              Die Unterarme sind vor der Brust gekreuzt

                              (dabei etwas Abstand zum Körper lassen)

                              Die Fingerspitzen zeigen in Verlängerung

                              der Unterarmlinie schräg nach oben.

                              Die Handflächen schauen entweder nach unten

                              oder etwas zum Körper hin.

                              Schultern wieder leicht zurücknehmen und sinken lassen.

                              Diese Armhaltung symbolisiert etwas Geheimnisvolles, Verborgenes.

 

                              Armposition 5

                 

                              Diese Armposition setzt sich zusammen aus

                              zwei vorangegangenen Armhaltungen.

                              Dabei zeigt ein Arm nach unten (Position 1)

                              und der andere Arm nach oben(Position 3).

                              Die Handfläche des oberen Arms kann dabei

                              nach innen oder außen schauen.

                              Die Schultern sind unten.

 

                              Armposition 6

 

                              Nehmen Sie Armposition 2 ein: beide Arme

                              sind seitlich in Schulterhöhe.

                              Führen Sie nun die Fingerspitzen seitlich an den Kopf,

                              zum Beispiel an die Schläfe.

                              Die Handflächen zeigen leicht nach vorne.

                              Der Ellenbogen sollte etwa in Schulterhöhe bleiben,

                              kann aber  auch etwas nach unten zeigen.

 

                              Kopfgleiten

 

                              Stellen sie sich vor einen Spiegel.

                              Führen Sie ihre Hände wie bei Armposition 3

                              über den Kopf zusammen(Handflächen aneinander)

                              Schieben Sie nun Ihren Kopf nach rechts und links.

                              Versuchen Sie dabei, mit dem Ohr dem jeweiligen Arm

                              möglichst nahe zu kommen.

                              Schauen Sie immer geradeaus. Der Kopf bleibt im Lot,

                              er soll sich weder drehen noch neigen.

                              Wichtig: die Bewegung geht von den Nackenmuskeln aus.

                              Wahrscheinlich klappt es nicht auf Anhieb,

                              diese Übung ganz korrekt durchzuführen.

                              Das Kopfgleiten erfordert sehr viel Übung und Geduld.

                              Versuchen Sie diese Bewegung mit verschiedenen

                              Armpositionen, zum Beispiel mit Position 2 und 4.

                              Trotz hoher Konzentration ist das wichtigste ein

                              entspannter Gesichtsausdruck, am besten ein Lächeln.

 

                                                                                     

 

                               Aber nun zurück zur Hüfte nämlich zu den Hüftdrops und Hüftlifts.

                               Es handelt sich hierbei um ein Heben und Senken der Hüfte

                               bei der nur jeweils der Akzent anders gesetzt wird.

                               Als Vorübung zum Hüftdrop starten wir mit der Hüftwippe

                               die bereits ausführlich erklärt wurde.

                               Achten sie darauf dass die Knie gebeugt und nicht durchgedrückt sind

                               und nur die Bewegung ausgleichen.

                               Es ist eine reine auf und Ab Bewegung ohne kippen nach vorne oder hinten.

                               Verlagern sie jetzt das Gewicht auf das linke Bein

                               und nehmen Sie das rechte Bein angewinkelt in die Luft.

                               Die auf und Ab Bewegung der Wippe läuft dabei gleichmäßig weiter.

                               Legen sie die Betonung beim Drop auf das fallen lassen der Hüfte.

                               Setzen sie nun den rechten Fuß in Spielbeinhaltung unbelastet

                               auf den Ballen vorne ab und lassen Sie das Gewicht auf dem Standbein.

                               Heben sie die Hüfte des Spielbeines

                               wieder mit Hilfe der seitlichen Muskulatur

                               An und lassen Sie sie anschließend nach unten fallen.

                               Wie immer beim Drop liegt die Betonung auf der Abwärtsbewegung.

                               Das Heben der Hüfte ist dabei nur das dezente Beiwerk

                               um sie akzentuiert fallen lassen zu können.

                               Sie merken dabei das die Bewegung

                               nicht alleine durch das wechselnde beugen

                               und strecken des Beines kommt

                               sondern vorläufig durch die aktive Arbeit

                               der seitlichen Rumpfmuskulatur.

                               Und das Ganze mit links.

                               Wir beginnen wieder mit der Hüftwippe.

                               Und jetzt auf einen Bein die Bewegung weiterlaufen lassen.

                               Bein absetzen und weiter dropen.

                               Wir möchten Ihnen noch eine verbreitete

                               Art des Hüftdrops vorstellen

                               die auch in der Folklore oft zu sehen ist.

                               Hierbei wird die Bewegung deutlich größer

                               und nicht streng isoliert ausgeführt.

                               Wir fangen mit einer Vorübung an in der Sie lernen

                               tiefer ins Knie zu gehen.

                               Was später beim Umsetzen des Drops hilfreich sein kann.

                               Nehmen Sie wieder die Grundhaltung ein.

                               Die Arme sind seitlich auf Brusthöhe

                               und wir gehen durch den Raum. Schritt, Schritt, Schritt, Schritt

                                                            tief, tief, tief, tief,

                                                            Schritt, Schritt, Schritt, Schritt

                                                            tief, tief, tief, tief,

                                Ziehen Sie die rechte Hüfte hoch

                                dabei strecken Sie das Standbein etwas

                                wodurch es die Hochziehbewegung unterstützt.

                                Lassen sie die Hüfte oben angekommen schwungvoll fallen

                                und gehen Sie dabei mit dem Standbein weiter ins Knie.

                                Durch diese Unterstützung kann die

                                Bewegung größer ausgeführt werden.

                                Der Unterschied zum bereits gezeigten Hüftdrop

                                besteht darin das das Standbein aktiv

                                Mitarbeitet und dadurch auch der Oberkörper mitgeht.

                                Den Hüftdrop gibt in vielen Variationen und auch Schrittfolgen.

                                Zum Beispiel in dem wir ihn doppelt ausführen

                                und zum Seitenwechsel einen Hüfttwist dazwischen setzen.

                                Zwei Hüftdrops, Twist zwei Hüftdrops , Twist

                                Achten Sie hierbei darauf dass die Drops

                                gleichgroß ausgeführt werden

                                und der 2. Drop nicht zum Spardrop verkümmert.

                                Wir können mit dem Hüftdropschritt gehen.

                                Er kann beim vorwärts wie auch beim

                                rückwärtsgehen verwendet werden.

                                Meistens sieht man ihn in arabischen

                                Ländern bei Rückwärtsbewegungen.

                                Eine der gängigsten Tanzfiguren ist der Hüftdrop-Kick.

                                Wir dropen wie gehabt und kicken jedes zweite Mal

                                mit Schwung aus dem Knie das Spielbein vom Boden weg.

                                Der Fuß wird nicht nur vorgesetzt sondern stoßen Sie einen

                                imaginären Gegenstand mit der Fußspitze weg.

                                Dabei ist die Fußspitze gestreckt und das Bein wird nur

                                leicht aber nie ganz durchgestreckt.

                                Die Hüfte arbeitet nach wie vor senkrecht

                                und Drop und Kick erfolgen gleichzeitig.

                                Wobei der Schwung der fallenden Hüfte den Fuß wegdrückt.

                                Die Beine bleiben zusammen und wir kretschen

                                weder die Beine noch spreizen

                                wir das Knie vor lauter Schwung nach außen ab.

                                Und jetzt noch einmal zur anderen Seite mit links.

                                Wir können die Hüftdrops auf einer imaginären Linie ausführen.

                                 Zum Beispiel nach einander auf einen Halbkreis,

                                 nach hinten oder nach vorne.

                                 Entsprechend der Abwärtsbewegung

                                 der Hüfte gibt es wie bereits kurz gezeigt

                                 die entsprechende hebende Aufwärtsbewegung.

                                 Nämlich den  Hüftlift.

                                 Ausgangsstellung ist wie gehabt unsere

                                 Standbein – Spielbeinstellung.

                                 Das Gewicht ist auf dem linken Bein und wir ziehen

                                 die Hüfte mit Betonung nach oben hoch,

                                 nehmen Sie bewusst wieder runter

                                 und heben Sie wieder mit Schwung nach oben.

                                 Die Betonung liegt dabei auf der Aufwärtsbewegung.

 

 

                                 Als Vorübung zur stehenden Acht von oben nach unten

                                 beginnen wir jetzt mit dem sogenannten Suhersakistepp.

                                 Die eigentliche Bewegung ist eine Wippe

                                 mit seitlichen verschieben und wird auf dem ballen ausgeführt.

                                 Als Vorübung beginnen wir jetzt im Stand die Hüfte raus

                                 und seitlich runter zu wippen. 

                                 Wir lassen die Hüftbewegungen weiterlaufen,

                                 heben die Versen vom Boden ab und beginnen mit kleinen

                                 Schritten auf der Stelle zu gehen.

                                 Das Besondere am Suhersakistepp ist das die Hüfte

                                 dort nach außen und unten geht wo das Gewicht ist

                                 und dabei der Stepp erfolgt. Die Betonung liegt auf unten.

                                 Aber nun zurück zu unseren Achten.

                                 Stellen Sie sich wieder in die Grundhaltung,

                                 Knie gebeugt, Becken aufgerichtet,

                                 Füße hüftknochenbreit auseinander, Schultern unten.

                                 Wenn wir diese Wippbewegung mit dem seitlichen Hüftschieben

                                 verbinden so entsteht eine neue Figur in der Frontalebene.

 

                                  

                                 Stehende Acht (Maja)

 

                                 Die stehende Acht von oben nach unten ist auch geläufig

                                 unter dem Begriff Maja.

                                 Wir beginnen wieder in der Mitte beim Schnittpunkt

                                 und ziehen die rechte Hüfte hoch, das rechte Bein wird leicht gestreckt 

                                 jedoch nie ganz durchgestreckt

                                 und die linke Hüfte geht zeitgleich nach unten

                                 wobei das Knie stärker gebeugt wird.

                                 Wir schieben nun die Hüfte weit nach rechts außen,

                                 wippen wodurch die rechte Hüfte runter und die linke hoch geht.

                                 Schieben Sie die Hüfte  dann nach links außen oben,

                                 wippen wieder und starten von vorne.

                                 Stellen sie sich wieder unsere stehende Acht vor

                                 deren Konturen Sie jetzt von innen nach außen

                                 in einer fließenden Bewegung mit der Hüfte abfahren.

                                 Der Oberkörper soll dabei möglichst ruhig und isoliert bleiben.

                                 Die Bewegung wird einfacher und größer

                                 wenn wir den Fuß zu Hilfe nehmen.

                                 Gehen sie dazu leicht auf den Ballen

                                 und drücken Sie mit den Versen die Hüfte hoch.

                                 Bei dieser Variation arbeiten die Knie aktiv mit

                                 und unterstützen die Bewegung durch ihr abwechselndes

                                 beugen und strecken. 

                                 Die Bewegung verläuft ausschließlich auf der

                                 Frontalebene und ist eine reine Auf-Ab-Seitbewegung

                                 ohne kippen nach vorne oder hinten.

                                 Und zur Verdeutlichung noch einmal die Rückansicht.

                                 Nehmen Sie jetzt wieder die Grundstellung ein.

                                 Die Füße parallel und Hüftknochenbreit auseinander,

                                 das Becken ist aufgerichtet

                                 und der Rücken gerade über der Hüfte, die Knie sind

                                 locker und leicht gebeugt und die Schultern sind unten.

                                 Und nun lernen wir eine weitere schöne und gängige

                                 Wellenbewegung des orientalischen Tanzes,

                                 die sogenannte Beckenwelle,

                                 die genau genommen ebenfalls eine Achterbewegung ist.

                                 Diese Bewegung mit Gewichtsverlagerung wird sehr häufig

                                 im orientalischen Tanz verwendet

                                 und gibt es in zahlreichen Variationen.

                                 Die Beckenwelle ist eine kombinierte Bewegung

                                 aus dem Hüftschieben vor-rück und dem Beckenkippen.

                                 Die Gesäßmuskeln sind locker,

                                 wir kippen das Becken nach hinten

                                 gehen aber dabei nicht ins Hohlkreuz

                                 und schieben es so nach vorne

                                 dabei verlagert sich das Gewicht gleichzeitig

                                 von hinten auf die Verse nach vorne auf den Ballen.

                                

                                Beim nach vorne schieben gehen wir etwas tiefer ins Knie,

                                vorne angekommen spannen wir die Gesäß und Brustmuskulatur an,

                                kippen das Becken nach oben bis es aufgerichtet ist,

                                halten die Spannung und schieben das Becken wieder zurück.

                                Hinten angekommen die Spannung wieder lösen,

                                Becken dabei kippen und mit Gewicht nach vorne schieben.

                                Die Gewichtsverlagerung ist minimal

                                solange wir in der Grundstellung arbeiten.

                                Aus der Schritthaltung aus ist die Gewichtsverlagerung

                                wesentlich deutlicher sichtbar.

                                Um diese Bewegung in den Tanz einbauen zu können

                                müssen die Füße mit einbezogen werden.

                                Dazu verlagern Sie das Gewicht stärker.

                                Bis Sie den jeweils unbelasteten Fuß abheben

                                und einen Schritt machen können.

                                Durch die stärkere Gewichtsverlagerung

                                kommen Sie langsam automatisch

                                in eine leichte Achterbewegung. Wir lassen die Achterbewegung

                                des Beckens größer werden und beginnen mit der Beckenwelle zu gehen

                                und heben die Füße gleichmäßig ab,

                                dabei ist die Hüfte hinten wenn das Gewicht auf dem vorderen Fuß ist.

                                Und umgekehrt ist die Hüfte dann vorne

                                wenn das Gewicht auf dem hinteren Fuß ist.

                                Versuchen Sie den unbelasteten Fuß nicht aufzusetzen sondern

                                zum Richtungswechsel zu nehmen

                                um in verschiedene Richtungen gehen zu können.

                                Üben Sie auch diese Bewegung immer in beide Richtungen.

                                Eine schöne Variation ist das  sogenannte Kamel

                                eine weiche schlängelnde Bewegung aus der gerade gelernten

                                Beckenwelle und einer Brustkorbwelle.

                                

 

                                Die Brustkorbwelle

 

                                Sie besteht aus der Verbindung des Brustkorbschiebens vor-rück

                                und dem Heben und Senken des Brustkorbes.

                                Gehen Sie dazu in Schrittstellung,

                                schieben Sie den Brustkorb angespannt weit nach vorne,

                                kippen ihn nach oben ziehen ihn jetzt nach hinten und kippen

                                ihn dort nach unten und beginnen von vorne.

                                Kippen ihn nach oben,

                                ziehen ihn jetzt nach hinten und kippen ihn dort nach unten

                                Und beginnen von vorne.

                                Die Rückbewegung ist generell kleiner

                                wie die ausladende Bewegung nach vorne.

                                Lassen Sie das Becken locker so dass es reagieren kann 

                                und lassen Sie die entstehende Schaukelbewegung zu.

                                Lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit auf Ihr Becken.

                                Ihr Becken sollte so reagieren das

                                wenn der Oberkörper vorne ist die Hüfte locker hinten ist

                                und ebenfalls einen Kreis beschreibt.

                                Genau genommen ist die Bewegung kein Kreis

                                sondern eine Achterbewegung.

                                Wenn wir nun die Brustkorbwelle

                                mit der Beckenwelle zu einer fließenden Bewegung verbinden

                                entsteht der sogenannte Kamelgang.

                                Bei dem Brust und Becken reagieren.

                                Die beiden Wellenbewegungen laufen dabei

                                automatisch gleichzeitig ab,

                                da wir sonst das Gleichgewichtverlieren würden.

                                Wir können die Aufmerksamkeit dabei

                                mehr auf die differenzierte Bewegung

                                von Brust und Becken legen oder auch gezielt

                                nur auf dem Bauch und das Becken.

                                Es gibt hierfür noch viele Variationen

                                zum Beispiel die Bodywave.

                                Im Anschluss auf diese Wirbelsäulenstrabazierende Übung

                                sollten Sie eine kurze Ausgleichs Übung für den Rücken machen.

                                Gehen sie dazu in die Knie und beugen Sie sich vorn über,

                                Arme hin und her schwingen lassen

                                und die Lendenwirbelsäule dabei entspannen.

                                Als Abschluss dieses Workshops möchten wir Ihnen noch einige

                                gängige Tanzschritte zeigen

                                mit denen Sie den Raum erfassen können.

                                Generell können wir einen Weg gerade,

                                frontal oder aber auch seitlich abgehen.

                                Frontalgehen haben wir bereits in zwei Variationen kennen gelernt.

                                Und zwar:

                                Gehen mit Twist, den Nachstellschritt auch Chassee genannt

                                und den Chasssee mit Twist.

                                Als nächstes lernen wir den Kreuzschritt

                                der eigentlich nur eine seitlich weggehende

                                Variante zum bereits gelernten arabischen Grundschritt ist

                                und der häufig im orientalischen Tanz verwendet wird.

                                Wir wiederholen dabei kurz den arabischen Grundschritt

                                und beginnen mit dem rechten Fuß.

                                Rechts vor, links am Platz, rechts zurück, links am Platz.

                                Wir treten mit dem flachen Fuß auf.

                                Der Oberkörper bleibt aufrecht,

                                die Schultern nicht hochziehen

                                und beide Arme dabei seitlich auf Brusthöhe halten.

                                Achten Sie darauf dass Sie klare Schritte machen

                                und den Fuß nicht nur voranstellen,

                                das heißt wenn der rechte Fuß mit Gewichtsverlagerung

                                nach vorne geht hebt der entlastete linke Fuß

                                sich kurz vom Boden ab,

                                die Gewichtsverlagerung findet dabei immer in Schrittrichtung statt.

                                Wenn wir nun die gleiche Schrittfolge

                                zur Seite machen haben wir schon unseren

                                Kreuzschritt  der identisch mit dem griechischen Sirtaki ist.

                                Wir beginnen mit links, der linke Fuß kreuzt vor dem rechten Fuß.

                                Rechter Fuß macht einen Schritt rechts zur Seite

                                jetzt kreuzt der linke Fuß hinter den rechten und der rechte Fuß

                                macht wieder einen Schritt zur Seite raus.

                                Die Stellung vor, Mitte, rück des arabischen Grundschrittes

                                bleibt auch hier erhalten.

                                Der Oberkörper versucht dabei frontal zu bleiben.

                                Die Hüfte dagegen dreht wie beim twisten mit.

                                Nehmen Sie die Arme im Wechsel in Brusthöhe mit dazu.

                                Diese Bewegung ist einfach und unterstreicht die Bewegung.

                                Versuchen Sie  auch damit einen Kreis abzugehen.

                                Statt des Tipps können Sie viele der bereits gelernten Figuren

                                auf die acht vor einen Richtungswechsel einbauen.

                                Zum Beispiel den  Hüftdrop oder Lift oder den Schultershimmy.

                                Ein weiterer häufig verwendeter Füllschritt um die andere Körperseite

                                Nach vorne zum Zuschauer zu bringen ist der Pasdebourree.

                                Ein Schrittwechsel mit Gewichtsverlagerungen der seitwärts ausgeführt wird.

                                Wir zeigen Ihnen nun eine oft verwendete Form des Pasdebourree.

                                Der im Prinziep nur ein Ausschnitt des gerade

                                gelernten Kreuzschritt seitwärts ist.

                                Bei dem aber nur die letzten vier Zähleinheiten

                                getanzt werden und die ersten vier

                                Zähleinheiten weggelassen werden.

                                Die Betonung liegt dabei auf  5, 6, 7, 8.

                                Achten Sie darauf dass Sie klare Schritte machen

                                und den Fuß nicht nur voranstellen.

                                Das heißt wenn der rechte Fuß mit Gewichtsverlagerung

                                nach vorne geht  hebt der entlastete linke Fuß vom Boden ab.

                                Die Gewichtsverlagerung findet dabei immer in Schrittrichtung statt.

                                Die Arme sind parallel zur Front und gehen

                                automatisch in einer Gegenbewegung mit.

                                Auch beim Pasdebourree bietet es sich an

                                statt des Tipps oder der Pause

                                bereits gelernte Figuren vor den Richtungswechsel einzubauen.

                                Da beide Beine im Wechsel auf vier oder acht frei sind.

                                Das können Hüftbewegungen sein wie der Hüftdrop oder ein Hüftlift

                                oder ein Schultershimmy oder eine Beckenwelle.

                                Und jetzt nehmen wir die Arme zum Pasdebourree mit Hüftdrop.

                                 Führen sie die Arme vor dem Körper zusammen

                                und öffnen Sie diese dann wieder.

                               

 

                                Abdruckschritt 

 

                                Als letztes stellen wir Ihnen den seitlichen Abdruckschritt vor.

                                Wir beginnen dazu mit zwei Vorübungen

                                damit Sie leichter in den Bewegungsablauf finden.

                                Sie machen mit den führenden Fuß einen Schritt zur Seite

                                und führen den Folgefuß auf den Ballen mit einem Schritt an.

                                Schritt an, Schritt an.

                                Jetzt nutzen wir den Höhenunterschied der Beine

                                und drücken den ganzen Körper mit den Ballen des Folgefußes hoch.

                                Versuchen sie den Oberkörper auf einer Ebene zu halten

                                und nicht mehr mit hochzunehmen,

                                dadurch kommt die Hüfte in eine Wippbewegung

                                die Sie durch Ihre seitlichen Muskeln noch verstärken.

                                Schritt und Hüfte gehen dabei in entgegengesetzte Richtungen.

                                Das heißt Schritt rechts und Hüfte schieben links.

                                Die Hüfte geht nicht mehr so weit raus,

                                sondern jetzt akzentuiert nach oben.

                                Der Kickakzent erfolgt dabei gleichzeitig mit dem Schritt.

                                Wir drehen jetzt die Füße und den Oberkörper in die Diagonale

                                und gehen mit Schritt an (diagonaler Abdruckschritt)

                                der Akzent liegt schräg hinten.

                                Die Hüfte geht dabei einseitig nach hinten.

                                Jetzt viermal pro Seite, dreimal pro Seite, zweimal pro Seite.

                                Und jetzt halbieren wir die Schrittanzahl

                                und führen den Schritt nur einmal pro Richtung aus.

                                Lassen Sie die Bewegung weiterlaufen und nehmen Sie die Beine

                                etwas auseinander und verlagern Sie den

                                Anfangs und Endpunkt weiter nach außen.

                                Beschreiben Sie jetzt mit der Fußspitze

                                im Wechsel vorne einen Halbkreis

                                Die Fußspitze streicht beim Halbkreis elegant an der Fußwölbung

                                des anderen Fußes vorbei wobei

                                die gegenüberliegende Hüfte jeweils aktiv ist.

                                Die Hüfte macht dabei keinen Akzent nach oben

                                sondern gleitet nach vorne.

                                Vermeiden Sie dabei mit dem Oberkörper gegen zu wippen.

                                Dieser Schritt hat sich unter den bildlichen Begriff

                                Muschelsucherschritt eingebürgert

                                Und ist eine Variante der liegenden acht

                                von hinten nach vorne in der Bewegung.

 

 

 

 

 

                                 Shimmys

 

                                 Der Shimmy ist eine der faszinierendsten Bewegungen im Bauchtanz.

                                 Shimmy ist das isolierte schütteln, zittern, und vibrieren bestimmter

                                 Körperteile (meist der Hüfte oder der Brust)

                                 in unterschiedlichsten Variationsmöglichkeiten.

                                 Der Shimmy ist eine der schwierigsten Bewegungen

                                 da der Körper sehr entspannt sein muss.

                                 Dieser Prozess des inneren Loslassens ist oft schwieriger

                                 als die Bewegung selbst. Natürlich tun sich Frauen,

                                 die ein bisschen mehr  auf den Hüften und am Busen haben, leichter.

                                 Diese feinen Muskelbewegungen können aber auch schlanke Frauen  erlernen.

                                 Der Schlüssel zum Shimmy sind die innere Entspanntheit und eine gewisse

                                 Lockerheit und auch der Mut, alles mal so richtig wackeln zu lassen.

                                 Hier nun die zwei Basis-Shimmys: der Hüftshimmy und der Brustshimmy.

                                 Stellen Sie sich wieder in die Grundstellung.

                                 Wieder holen sie die seitlichen Hüftakzente, (Wippe)

                                 machen Sie diese Bewegung aber kleiner und schneller.

                                 Ihre Knie gehen dabei abwechselnd leicht vor und zurück.

                                 (nicht durchdrücken)

                                 Ihr Po und Ihr Oberschenkel beginnt zu vibrieren.

                                 Versuchen Sie gleichmäßig die Wippe auszuführen

                                 umso besser gelingt der Shimmy.

                                 Der Oberkörper bleibt ganz entspannt.

                                 Nicht die Luft anhalten damit Ihr Atem ganz normal weiterfließen kann.

 

 

 

 

 

 

                                  

 

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